Die Vorbereitung der Eishockey Löwen Frankfurt

Fast sechs Monate Spielpause liegt jetzt hinter den Eishockey Spielern der Löwen Frankfurt. Höchste Zeit, langsam wieder Gas zu geben! Der Start in die neuen Saison rückt immer näher. Wir haben mit den Löwen einen Leistungstest durchgeführt!

Wir testen die Löwen Frankfurt

Der Start der nächsten Eishockey-Saison ist zum Greifen nah. Um diesen so realistisch wie möglich einzuschätzen, haben wir alle Spieler der Deutschen Eishockey Liga 2 (DEL) Mannschaft „Löwen Frankfurt“ konditionell getestet.
Wie auch schon in den Vorjahren wurden diese Leistungstestungen unter Leitung von Prof. Dr. Daniel Kaptain, unser Trainer-Coach und Dozent der DHfPG/BSA-Akademie, durchgeführt.

Das Ziel dieser Tests ist es den Leistungsstand zum Saisonbeginn und die Effekte des Off-Season-Trainings aufzuzeigen und auch die Zielsetzungen der Trainingsinhalte bis zum Start der Spielphase, die Mitte September ansteht,  zu konkretisieren.
Wir haben die maximale Sauerstoffaufnahme durch Ergometertestungen, Sprinttestungen und Krafttests für Rumpf- und Oberkörpermuskulatur untersucht und überprüft.

Seit mehreren Jahren sind wir als Athletik- Partner ein wichtiger Bestandteil des Trainings der Löwen.
Auch dem Sportdirektor der Löwen, Franz David Fritzmeier, ist die Bedeutung des Konditionstrainings  absolut bewusst: „Athletiktraining hat die gleiche Bedeutung wie das sportspezifische Training zur Entwicklung der Leistungsfähigkeit“.
Entsprechend intensiv und umfangreich war und ist die Trainingsbetreuung und -umsetzung auch in der neu gestarteten Saison.
Im Interview unser Athletik Trainer Michael Schreiner:

Hast du die Löwen in der Spielpause ein ganzes halbes Jahr nicht mehr gesehen? 

Nein, das nicht. Mit vielen habe ich sowieso ein freundschaftliches Verhältnis, welches über das reine Trainerdasein hinaus geht. Ansonsten kommen einige auch „freiwillig“ während der Spielpause vier bis fünf Mal die Woche zum Training in die Clubs. Andere Spieler sind während der Off Season auch in der Heimat und kommen erst wieder nach Deutschland. 

Wann wird ihr Training wieder intensiviert?

Ab dem 1. August startet die sechswöchige Vorbereitung für alle Spieler, wo ich auch die neuen Spieler kennenlerne. Der Trainingsstart in die neue Saison beginnt mit einem Fitness Test und einer InBody Analyse. Hier sieht man auch sofort, wer seine Ferien wofür genutzt hat…
Der Körperfettwert sollte hier beispielsweise nicht höher als 14% liegen.
Mindestens vier bis fünf mal die Woche treffen wir uns ab sofort „verpfilchtend“ in den Clubs zum Training oder im Trainingsraum direkt in der Eissporthalle. Zum Trainingsauftakt sind wir gleich zu Beginn mit der ganzen Mannschaft in Limburg in der Eishalle. Hier gibt es eine große Portion Krafttraining mit Equipment und Training auf dem Eis.

Was ist besonders wichtig?

Generell brauchen Eishockey-Spieler ein allumfassendes Training, von allem ein bisschen. Jede konditionelle Fähigkeit ist wichtig, wobei Kraft bzw. das Krafttraining einen sehr hohen Stellenwert einnimmt. Um den Status zu überprüfen, machen wir regelmäßig Kraft- und Ausdauertests und InBody Testungen. Die Spiroergometrie Analyse machen wir dreimal pro Jahr – zu Beginn, in der Mitte und zum Ende der Saison.

Wie sieht ein typisches Training mit den Löwen aus? 

Unser Training dauert 1 1/2 Stunden. Wir trainieren während der Off-Season meist zweimal die Woche Beine und zweimal die Woche Oberkörper. Je nachdem in welcher Trainingsphase sich die Jungs befinden, werden dann Trainingsinhalte und -methoden angepasst. Wenn zum Beispiel IK- Training die ausgewählte Methode ist, dann werden 4-5 Sätze schwere Kniebeugen trainiert mit maximal fünf Wiederholungen. Das findet entweder oben im MAIN TOWER statt, oder vor dem Container draußen in Bornheim. Letzteres ist sehr beliebt, da man draußen mehr Krach machen kann…

Gibt es in den Wochen der Vorbereitung eine grobe Reihenfolge? 

Die ersten Wochen geht es um den reinen Muskelaufbau. Dann folgt das Intramuskuläre Koordinationstraining, kurz IK-Training, ein hochintensives Krafttraining, das der Steigerung der Maximalkraft und Ausnutzung des Muskelpotenzials dient. Darauf folgt die gezielte Fokussierung auf das Explosivkraftraining und die Schnelligkeit. Selbige ist natürlich immer sehr spezifisch und müsste im Optimalfall auch parallel auf dem Eis trainiert werden. Das bleibt jedoch aus, weil es im August noch kein Eis zum Schlittschuhlaufen in Frankfurt gibt.
Natürlich muss ich dabei immer die Defizite der Einzelnen beachten.

Sind diese Defizite in dieser Sportart immer die gleichen?

Die häufigsten Probleme treten im unteren Rücken, im Hüftbeuger wegen der ständigen „Hockposition“ und in den Adduktoren/Leisten auf, da diese meist sehr schwach sind. Besonderen Wert muss man auf die Adduktoren und Ischiocrale Muskulatur legen, da diese während der Saison zur Abschwächung neigen und dann zu Verletzungen führen können.

Trainiert man dann zwischen den Spieltagen? 

Meist spielen die Jungs freitags und sonntags, ab und an noch dienstags. Bei zwei Spielen dehnt man sich “zwischen” den Spielen, arbeitet mit der Black Roll und trainiert die Rumpfmuskulatur. Bei drei Spielen fokussiert man sich eher auf die Regeneration indem leicht Rad gefahren wird oder locker ausgelaufen und arbeitet mit der Black Roll.
Mit den Spielern, die nicht gespielt haben, trainiert man häufig direkt nach dem Spiel, damit diese körperlich auf einem gleich hohen Level bleiben und nicht abbauen. 

Neue Saison, neues Trainer- Team: Macht das einen Unterschied für dich? 

Für mich ist es jetzt das dritte Jahr, das ich die Löwen im Athletik Training begleite. Noch bis zur letzten Saison gab es ein kanadisches Trainer- Team, jetzt ist es ein finnisches.
Sie arbeiten sehr modern und habe einen sehr sportwissenschaftlichen Ansatz. Mit den Trainern bin ich jeden zweiten Tag im Kontakt. Vor jedem Training sprechen wir uns ab, was ansteht und an dem Tag getan wird.
Ab dieser Saison werden wir noch enger zusammenarbeiten und ich werde so auch bei allen Heimspielen mit dabei sein. 

Die heiße Phase auf dem Eis startet wieder ab dem 14. September!
Wir drücken unseren Löwen alle Daumen und freuen uns auf die nächste Saison. 

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