Was sind Myokine?

Bewegung hilft dir dabei, dich besser zu fühlen wenn du Stress hast. Wie das sein kann, was es dabei zu beachten gibt und was Myokine damit zu tun haben?
Wir haben den Zusammenhang für euch!

Ein dosiertes Trainingsprogramm kann Stresssymptomen entgegenwirken. Die Dosierung geben dir unsere Personal Trainer vor.

Wie schafft man einen Ausgleich zum Leistungsdruck?

Stress ist alltäglich – übermäßiger und chronischer Stress, der gesundheitsgefährdend ist, seit geraumer Zeit auch (TK Stress Studie 2016), denn 63 % der Frauen stehen immer wieder unter Strom, bei den Männern sind es 58 Prozent.
Dieses Phänomen, welches in den letzten Jahren stark angewachsen ist, ist oft ein Grund für Krankheit und Arbeitsunfähigkeit, wie die Kennzahlen diverser Krankenkassen aufzeigen.
Lag die Anzahl im Jahr 2000 noch bei 50.000 Krankmeldungen, waren 2014 laut Deutscher Rentenversicherung bereits 75.000 Menschen betroffen.
Ähnliches gilt für die Krankmeldungen: 2004 lag die Zahl der Arbeitsunfähigkeitstage von 1000 AOK-Versicherten wegen des Burnout-Syndroms bei 8,1 Tagen, sechs Jahre später – 2010 – sind es bereits 72,3 Tage .

Leistungsdruck, zu wenig Personal und Kostensenkung im Betrieb setzen viele Arbeitnehmer unter psychischen Stress, das geht aus einer Studie des Bundesamtes für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (2017) hervor. Die psychischen Folgen von permanenten Stressbelastungen – ohne angemessene Kompensationsstrategien (bspw. Bewegung) – führen zu einer drastischen Zunahme von “Burnout”-bedingten Frühberentungen von über 1000 % zwischen 2004 und dem Jahr 2012 (Studie des  BPTK, 2012). 

Nun stellt sich die zentrale Frage, ob und in welchem Maße ein individuelles Fitnesstraining hier Abhilfe schaffen lässt:
Generell ist es elementar die Ursachen für den chronischen Stress zu erkennen, erst dann lassen sich Gegenmaßnahmen entwickeln.
Hier kann ein dosiertes Bewegungsprogramm, OHNE eben diesen Leistungsdruck und OHNE Komplexität einen Ausgleich schaffen.

Nicht nur zum Beruf kann Sport einen Ausgleich schaffen, auch zu allgemein intensiveren Lebensphasen, wie z.B. Prüfungszeiten.

Sport reduziert Burnout Risikofaktoren und Symptome

Denn Erwachsene konnten durch kardiovaskulare sportliche Betätigung (eine Stunde Aerobic, dreimal die Woche) ihre Burnout Symptome eindeutig reduzieren (Gerber, et al. 2013). Interessanterweise führt eine ähnliche Dosierung auch zur besseren Regeneration, auch z.B. bei der Wundheilung. Das konnte gegenüber der Kontrollgruppe deutlicher verbessert werden (Emery et al., 2005).

Denn Studien (u.a. Gerber, et al., 2013) konnten aufzeigen, dass aerobe Fitness die Burnout Symptome mildert bzw. dass Personen mit einer guten cardioresoiratofschen Fitness (aerobe Kapazität) deutlich geringere Anzeichen (-51 % bei Männern, -30 % bei Frauen) von Burnout Risikofaktoren und Symptomen hatten  (Sui, et al., 2009)

Die Studienlage zeigt diverse Effekte auf, die dazu führen, dass durch Bewegung eine nachhaltige Unterstützung hin zu „Balance“ geschaffen wird.
Selbst bei stark ausgeprägten Stresserkrankungen zeigen die Erkenntnisse einhellig, dass eine dosierte und v.a. regelmäßige Aerobe Trainingsmaßnahme wirkungsvoll ist. Vor allem als Ausgleich und als Steigerung der psychsischen Belastbarkeit ist ein Bewegungstraining optimaler Bestandteil zur Unterstützung (Anderson et al., 2015, Larun et al., 2006, Rebar et al., 2003.)
Es zeigt sich ein Nutzen für diverse stress-intensive Lebensphasen, ob berufsbedingt und / oder während Projektzeiten oder Prüfungsphasen in der Ausbildung, denn durch dosiertes Training wird man auch mental belastbarer.

Diese “Stressresistenz” entsteht vor allem durch das Hormon Endorphin und durch den Botenstoff Myokin, der durch Bewegung erzeugt wird.

Wie entstehen diese Effekte?

Durch regelmäßige Bewegung!
Zum Einen werden durch Aktivität körpereigene Hormone aktiviert, denen eine stimmungsaufhellende Wirkung nachgesagt wird – den Endorphinen. Diese Tatsache ist seit langem bekannt. 

Es gibt jedoch noch weitere körpereigene Mechanismen, die unser Leben und v.a. die Lebensqualität nachhaltig positiv beeinflussen und durch Bewegung „aktiviert“ werden: die Myokine.

2006 entdeckte die dänische Forscherin Bente Pedersen diesen neuen, lokal agierenden Botenstoff im menschlichen Körper (Pedersen, et al. 2006). Dieser wird von der menschlichen Skelettmuskulatur und somit durch Bewegung produziert. Die Myokine nehmen Einfluss auf elementare Stoffwechselvorgänge und die Vorbeugung zahlreicher Krankheitsbilder (z.B. Übergewicht, Diabetes und Osteoporose).
Daraus lässt sich ableiten, dass regelmäßige Bewegung und eine dadurch erhöhte Myokin Produktion einen erheblichen Anteil an der Gesundheitsvorsorge leistet.

Das Vorteilhafte an der Wirkungsweise der Myokine ist dabei die Tatsache, dass wir deren Entstehung im wahrsten Sinne des Wortes selbst in der Hand haben!
Wie eingangs erwähnt, entstehen die Myokin-Botenstoffe in der Skelettmuskulatur. Ausgelöst wird dieser Prozess durch die mechanische Muskelkontraktion in den betroffenen Strukturen.
Einfach ausgedrückt: Erst wenn wir uns bewegen, stellt unser Körper die wichtigen, aktivierenden Myokinprozesse in ausreichender Zahl. 

Ein Training in unserem Fatburner und im Milon Zirkel regt die Botenstoffproduktion deutlich an!

Der Muskel als Stoffwechselorgan

So konnten die dänischen Forscher feststellen, dass die IL-6 (Interleukin) Konzentration im Blut nach einer intensiven Beanspruchung der Muskulatur kurzzeitig um einen hundertfachen Wert ansteigen kann – bei entsprechender Bewegungsarmut hingegen sinkt die Produktion auf ein Minimum.

Diese Erkenntnis lässt die Bedeutung unserer Muskulatur in einem völlig neuen Licht erscheinen. Neben ihrer Funktion im Bewegungsapparat fungieren die Muskeln offenkundig als Schnittstelle zwischen dem Immunsystem und dem zentralen und peripheren Nervensystem. Als Entstehungsort der Myokine und deren Einfluss als elementarer Botenstoff in allen Organen manifestiert sich die Skelettmuskulatur, daher ist die Muskulatur, neben den energetischen Effekten unser „größtes Stoffwechselorgan“!

Wie optimiert man diese Effekte?

Die Wissenschaft ist sich hier einig, dass die Myokin Produktion linear zur Intensität der körperlichen Belastung ansteigt. Damit eignen sich hoch intensive Trainingsmethoden deutlich besser zur Anregung der Botenstoffproduktion, als vergleichbar moderate Belastungen – jedoch ist hierzu ein progressives und geplantes Training notwendig. Durch eine gezielte Trainingsplanung wird die Belastbarkeit ermöglicht, die ein intensives Training dann auch produktiv und veträglich macht.

Wie sieht diese optimale Dosis aus?

Die optimale Dosis sollte langfristig bei einem Umfang von ca. 150-180 Minuten aeroben Training, und 2-3 Einheiten Krafttraining (je ca. 30 Minuten) liegen. Aerobes Training ist in der Regel bei einer HF-Belastung von 65-75 % gegeben. Ein vorheriger Fitness Check zur Definition des Status’ ist daher ratsam. Die Einheiten (Ausdauer) können kombiniert werden mit dem oben beschriebenen Krafttraining, wobei intensivere Einheiten (75 – 80 % HFmax.) in kurzen „energy bouts“ bei PRIME TIME fitness im Fatburner Zirkel mit bspw. Krafttraining an Milon Geräten optimal kombiniert werden können!

Sind Trainierende im Alltag schon gestresst, sollte das Training nicht auch zu Überforderung führen, da die Regenerationskapazitäten sowieso schon geringer ausfallen.

Was ist zu beachten, um eine Überdosierung zu vermeiden?

Wie zu Beginn erwähnt ist ein Hauptfaktor für stressassoziierte Erkrankungen eine wahrgenommene Überforderung. Diese kann auch durch ein zu intensives und komplexes Training erfolgen. Daher ist der versierte Personal Trainer angehalten, eine adäquate Dosierung vorzunehmen und eben Überlastungen zu vermeiden, denn zu intensive Reize enden oft im Übertraining.
Außerdem gilt es zu bedenken, dass die alltags- „getressten“ Kunden viel weniger Regenerationskapazitäten haben – dies zeigen diverse Studien, denn psychologischer Stress verlängert  die Regenerationszeit (Stults-Kolehmainen et al., 2014) und selbst bei sehr gut trainierten Probanden, erfolgte eine deutliche reduzierte Trainingsanpassung (ca. 20 % weniger Muskelzuwachs und Kraftanstieg), als bei Probanden, die keinen/geringen Stress hatten (Bartholomew et al., 2008).

PRIME TIME Fitness bietet die Lösung: Dosiertes Training nach dem Leistungslevel und der Belastungsverträglichkeit der Kunden.
Dafür sind die Trainer speziell ausgebildet und geschult. Das Equipment ermöglicht darüber hinaus ein überwachtes und individuell dosiertes Herz-Kreislauf Training durch das ACTIVIO System an diversen Ergometern. Eine kurze, effiziente und abwechslungsreiche Struktur bietet hierbei der Atheltik Zirkel.
Ein effektives Kraftraining wird durch das MILON System gewährleistet, hier kann man geführt und gesteuert alle Facetten der Kraft und Gelenk-Muskelstruktur trainieren und verbessern.
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