Parallelen von Wirtschaft und Sport – Jan Mayer

Die Parallelen von der Sportpsychologie zur Wirtschaft sind verblüffend! Jan Mayer, der Sportpsychologe der TSG Hoffenheim, stellt am 21. Juni sein Buch “Wenn’s drauf ankommt” bei uns im MAIN TOWER vor.
Im Interview haben wir einen kleinen Vorgeschmack für euch!

Wie lange haben Sie an Ihrem Buch “Wenn’s drauf ankommt” geschrieben?

Etwa ein Jahr hat es gedauert, von den ersten Gesprächen mit dem Verlag bis zum gedruckten Buch.

Wie lange haben Sie in Ihrem Leben gebraucht, um Stresssituationen souverän zu meistern?

Auch ich erlebe immer wieder Situationen, in denen man im Nachhinein sagen muss, dass man die Situation auch besser, souveräner hätte bewältigen können. Aber natürlich helfen einem Studium und langjährige Erfahrung  und Praxis auch bei der eigenen Stressbewältigung.

Was raten Sie jemanden nach „Versagen“? Zum Beispiel nachdem er einen Elfmeter verschossen hat oder einen Pitch in den Sand gesetzt hat?

Auf jeden Fall genau und im Detail analysieren, was zu dem Fehler geführt hat. Eine allgemeine Aburteilung der eigenen Fähigkeiten „Ich bin so schlecht! Ich habe nichts drauf!“ sollte auf jeden Fall vermieden werden. Danach einen Plan erstellen, wie in einer gleichen oder ähnlichen Situation erfolgreich agiert werden kann und dann das eigenen erfolgreiche Handeln wiederholt vor dem geistigen Auge durchspielen. Damit bietet sich die Chance, dass eine positive Erwartung für das erfolgreiche Bestehen in weiteren Situationen aufgebaut wird.

Woran merken Sie, dass Ihr Konzept erfolgreich ist?

Zum Einen sind die im Buch vorgestellten Theorien und daraus abgeleiteten Strategien wissenschaftlich fundiert, zum anderen zeigt die eigene praktische Erfahrung, die nun bereits aus 20 Jahren resultiert, in der Zusammenarbeit mit Spitzensportlern, dass diese Konzepte auch erfolgreich umsetzbar sind.

Haben Sie einen Leitspruch, der Ihnen selbst immer wieder hilft, ruhig zu bleiben?

Das sogenannte Gelassenheitsgebet, das ursprünglich auf den Stoiker Epiket zurückgeht, hilft mir in vielen Situationen weiter:
„Herr, gib mir die Kraft zu ändern, was ich ändern kann, die Gelassenheit zu ertragen, was ich nicht ändern kann und die Weisheit zwischen beidem zu unterscheiden!“.

Welche Erkenntnis wird man haben, wenn man Ihr Buch zu Ende gelesen hat?

Man wird verstehen, wie die beiden Denksysteme – bewusstes und unterbewusstes Denken – funktionieren und dass sie in Anforderungssituationen teilweise unzweckmäßig agieren. Letztlich geht es in Anforderungssituationen nicht darum, es besonders gut machen zu wollen, sondern auf die eigenen Kompetenzen zu vertrauen. Dieser Zustand der Kompetenzerwartung muss immer wieder neu aufgebaut werden. Daran lässt sich arbeiten. Entsprechende Strategien werden besprochen und zeitlich der Stressituation/dem Wettkampf zugeordnet (Vorbereitung, unmittelbar davor und im Wettkampf).

Wir hatten einen tollen Abend mit zahlreichen PRIME TIMERn, die sich diese Gelegenheit nicht entgehen lassen haben. Jedermanns Buch wurde signiert und in spannenden, interessanten Fragerunden der Austausch zum Autor gesucht. Wir freuen uns auf zahlreiche weitere solcher Abende gemeinsam mit euch!

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