Fitness im Wandel der Digitalisierung

Zum zweiten Business Campus, arrangiert von Transatlanitc Fitness, in unserem MAIN TOWER kamen die bedeutendsten Köpfe der Fitness-Branche zusammen. Vier hochkarätige Referenten beschäftigten sich mit der Frage ``Wie wird Fitness in Zukunft aussehen?``.

Nach einer Begrüßung durch den geschäftsführenden Gesellschafter von Transatlantic Fitness, Marcel John, startete Thomas Korompai.

“Der klassische Trainer wird zum Life-Coach” 

Der CEO von R1 ist studierter Sportwissenschaftler, ehemaliger Athletik Coach im Fußball und Personal Trainer. Mit seinen Segment Personal Training Studios R1 in München hat er sich ein funktionierendes Konzept aufgebaut, das schon 40 Mitarbeiter trägt.
Für ihn stellt das heutige funktionelle Training einen starken Kontrast zur schnelllebigen Digitalisierung dar. Denn für funktionelles Training braucht es nicht viel – schon mit wenigen Gegenständen ist ein ganzheitliches Training möglich. Bei der Digitalisierung ist das nicht ganz so einfach. Seine Frage, mit der sich die Branche also in Zukunft beschäftigen muss: Wie bringt man das in Einklang? Wird es in Zukunft überhaupt noch Trainer geben?
Seine Ansicht: Die Königsdisziplin funktionelles Training wertet erstmal den Job des Trainers auf, denn so wird der vom bloßen Geräte-Einsteller wieder zum Experten. Ein weiterer Vorteil der Branche ist leider, dass 90% aller Trainierenden ihre Ziele nicht erreichen.

Der Wunsch nach Selbstverwirklichung alle Menschen wird aber immer mehr zunehmen. Diesen wird aber keine App und kein Online Training alleine erfüllen. Und jetzt kommt Thomas’ wichtigster Faktor ins Spiel: der Mensch. Denn durch die Motivation eines Trainers kann man den Sprung zur Selbstverwirklichung schaffen.
So muss aus der Digitalisierung eine Chance genutzt werden: Mit Hilfe der Technik, kann aufgezeigt werden, wer nicht mehr oder weniger zu Training kommt. Jetzt kommt der Mensch ins Spiel, der sich mit echtem Interesse bei einem Mitglied meldet und ihn wieder fürs nächste Training motiviert.
Im Zeichen der Selbstverwirklichung spricht Thomas auch von einer Veränderung des Trainers hin zum Coach und das Fitnessstudio wird zum Kompetenz-Zentrum.

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Fit for the future 4

“Das Wichtigste ist, dass der Mensch immer mit Bewegung in Kontakt kommt” 

Weiter ging es dann mit unserem PRIME TIME Geschäftsführer Henrik Gockel. Mit seiner hohen Expertise stellt auch er sich die Frage von Fitness in der Zukunft und erweitert sie: In welche Clubs werden die Leute in Zukunft noch gehen?
Die Bedürfnisse der Mitglieder müssten ständig analysiert werden, um diese Frage beantworten zu können. Da sich sogar Fitness-Ketten stetig weiterentwickeln, bleibt es spannend, denn kaum eine ist so simpel, wie es sie vorher war.
Betrachtet man den Markt der Zukunft in Bezug auf den demografischen Wandel, so sieht man, dass dieser immer älter wird.
Was sucht also genau dieser Markt?
Dienstleistung! Und diese darf kosten. Die Frage, ob der Discount- oder Boutiquemarkt denn schon gesättigt ist, kann man noch nicht beantworten.
Sicher ist, dass sich der Markt wegen der Digitalisierung verändern wird. So wird es den Leuten immer leichter gemacht, flexibler zu trainieren. Die nächste Fragen ist dann aber, ob es weiterhin Standards und wichtige Zertifizierungen geben wird? Wir dürfen gespannt sein. Auf jeden Fall wird durch Franchise eine hohe Expansionsrate ermöglicht, die auch PRIME TIME immer weiter nutzen wird.

“Wir wollen den Menschen künftig das bieten, was sie gerne hätten”

Referent Ralph Scholz ist seit Juli diesen Jahres Teil der Geschäftsführung der McFit Global Group. Mit dem Leuchtturmprojekt „The Mirai“ startet McFit ein absolut einmaliges Projekt. Mirai ist japanisch und bedeutet die Zukunft. Wird uns hier gezeigt, was uns die Zukunft wirklich bringen wird?
Auf 55.000 qm wird in 2 Jahren in Oberhausen das größte Sportzentrum der Welt realisiert, in dem über 20.000 Menschen gratis trainieren dürfen. Intention ist, einen Erlebnisraum für Motivation zu schaffen. Denn potenzielle neue Mitglieder sollen freiwillig kommen und sich selbst überzeugen. Ralph Scholz vergleicht das Mirai mit einem Autokauf, bei dem die Probefahrt umsonst ist, um erst einmal zu testen, wie es einem überhaupt gefällt und sich anfühlt.
Es soll eine zentrale Sportplattform darstellen – sowohl für kommunale als auch internationale Projekte. Die Lösung für die Fitnessbranche in der Zukunft lautet also für McFit: Biete den Menschen, was sie gerne hätten!
Viele Details des Projekts sind noch nicht bis ins Detail ausgearbeitet. Kostenlos wird der Zutritt sein, die Betreuung allerdings nicht. Wir dürfen also weiterhin gespannt bleiben.

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Fit for Future 1
“Gib’ immer mehr, als die Anderen”

Egal wie sich die Zukunft der Fitness-Branche entwickelt, der entscheidende Faktor für ein Erfolgserlebnis wird immer der gleiche sein: der Kopf.
Frank Wieneke ist einer der erfolgreichsten deutschen Judoka. Nach seiner Karriere als Hochleistungssportler, war er lange Zeit als Trainer tätig.
Für ihn besteht die Aufgabe eines Trainers darin, die Eigenmotivation der Sportler zu wecken und ein Umfeld zu schaffen.
Denn die mentale Vorbereitung muss lange im Voraus im Kopf stattfinden, da dieser dir sonst alles kaputt machen kann.
Hier sagt die Grundeinstellung schon viel aus: bin ich ein erfolgs- oder misserfolgsorientierter Mensch, der die Schuld sich oder dem anderen gibt?
Tut ganz schön weh, sich immer selbst die Schuld zu geben, ist aber Franks Weg zum Erfolg. Im Training gab es keine Ausreden, er fand immer Alternativen, egal wo und wie. Erfolg erfordert eine innere Leistungsbereitschaft!
Erfolg fordert Ziele – schreibt diese am besten auf und denkt immer nach vorne und nicht an das Vergangene.

Als Ré­su­mé kann man sagen, dass uns ein großer Wandel bevorstehen wird. Die Digitalisierung bringt viele Chancen mit sich, die die Fitness Branche wahrnehmen muss. Niemals darf dabei aber den Faktor Mensch vergessen werden.
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