Der Löwen e.V. und wir

Mittlerweile dürfte jedem unsere Kooperation mit den Löwen Frankfurt bekannt sein. Was noch einigen unbekannt ist, ist unsere Zusammenarbeit mit dem Nachwuchsverein der Löwen, die Löwen Frankfurt Eishockey e.V.
Was überhaupt der Unterschied zwischen den beiden ist?
Im Gespräch, der 1. Vorstandsvorsitzende der Löwen Frankfurt Eishockey e.V., Frank Jüngst.
Wie kamst du zum Vorstandsvorsitz? Warst du selbst aktiver Eishockeyspieler?

Ich selbst habe nie in einer Eishockeymannschaft gespielt. Ich bin 2013 durch meinen Sohn, der seit 2003 bei den Löwen gespielt hatte, reingerutscht.
Er ist mittlerweile aus dem Nachwuchs „rausgewachsen“ – ich bin hier geblieben.
Was sich zu einem großen Vorteil entwickelt hat, da ich in dieser Stellung kein Eigeninteresse habe.
Hier kümmere ich mich um funktionierende Strukturen, dass das Sponsoring gut aufgestellt ist und natürlich darum, dass wir durch leistungsorientiertes Arbeiten den Löwen e.V. zum Top-Ausbildungsverein machen.

Wer ist Zielgruppe des Nachwuchsvereins Löwen Frankfurt Eishockey e.V.?

Wir haben über 600 Mitglieder und sind für die Kleinsten, die auf’s Eis möchten, da. Unser Verein gliedert sich in verschieden Stationen auf: Der Start ist bei den Kleinsten von fünf bis ca. sieben Jahren in der Laufschule, in der die Kinder mit einer Eiskunstlauftrainerin auf das Eis kommen, um hier zu lernen, sich auf dem Eis zu bewegen und die Skate-Technik zu erlernen. Von Beginn an stehen sie in voller Montur auf dem Feld!
Danach folgt der Ligenspielbetrieb mit U8, dann U10, usw., bis in der U19 drei Jahrgänge zusammenfallen. Hier wird in der Deutschen Nachwuchs „DNL“ gespielt.

Wie groß ist der Anteil der Nachwuchsspieler, die dann gleich in der DEL spielen?

Der ist leider noch recht gering. Unser Ziel ist es ab dem Jahr 2020/ 2021 mehr „Spieler zu produzieren“.
Das größte Problem ist nämlich noch, dass die Spieler, wenn sie aus der U19 rauskommen, nicht ausreichend ausgebildet und „stark genug“ sind, um in der DEL spielen zu können. Im nächsten Jahr wird die U19 aber zur U20 verschoben und alle jüngeren Altersklassen, was bedeutet, dass die Spieler ein Jahr länger bei den „jungen Erwachsenen“ spielen und ihnen der Sprung in den Profi-Bereich erleichtert werden könnte. Ziel ist es grundlegend auch, sich dem internationalen Standard anzupassen.

Hast du ein Beispiel für einen Nachwuchs-Spieler, der in der Profimannschaft spielen durfte?

Ein Beispiel ist der 19-jährige Jascha Strobel, der eigentlich in der DNL 2 spielt. Er wurde im Oktober 2017 als Torwart in der DEL 2 eingesetzt und ist seitdem lizenziert für Spiele in dieser Liga.

Was unterscheidet den Nachwuchs von den „Großen“?

Die „großen Löwen“ sind die Löwen Frankfurt Eishockey-Betriebs GmbH, wir als Nachwuchs sind die Löwen Frankfurt Eishockey e.V. und arbeiten juristisch gesehen unabhängig voneinander.
Wir als Löwen Frankfurt e.V. haben 9 Nachwuchsmannschaften, ca. 330 aktive Spieler, ca. 250 reine Nachwuchsaktive bis zur U19. Alles „über U19“ gehört dann zum Seniorenbetrieb.
Laut der Satzung der DEL muss jeder DEL-Teilnehmer mit einem Stammverein zusammenarbeiten, der sich um die Nachwuchsarbeit kümmert – das sind also wir als Löwen Frankfurt e.V. für die Löwen.
Aktive Unterstützung erhalten wir in allen Bereichen von der Löwen GmbH.

Wie sieht die Zusammenarbeit zwischen Löwen Frankfurt Eishockey e.V. und PRIME TIME fitness aus?

Durch die Kooperation mit PRIME TIME fitness dürfen die Spieler der U19 im PRIME TIME Fitness Club in der Berger Straße trainieren. Das ist ein großer Vorteil für uns, da der Eishockeybund eigentlich vorschreibt, dass ein Training in der eigenen Halle erfolgen soll. Hier können sich die Jungs treffen und nach den Vorgaben unserer Trainer gemeinsam trainieren. In Zukunft möchten wir die Zusammenarbeit mit PTF intensivieren: Angesetzt ist jetzt – wie bei den Großen – ein Athletik Training mit Trainern von PRIME TIME fitness. Auch sollen zusätzlich mit der U16 und U19 Leistungsmessungen durchgeführt werden, sodass man den Trainingserfolg auch auf dem Papier sehen kann. Wir möchten alles professioneller aufziehen, eben wie bei den Großen. So kommen wir dem Traum vom Top-Ausbildungsbetrieb auch wieder ein Stückchen näher.

Würde eine Änderung der Auf-/Abstiegsregelung auch Folgen für den Nachwuchsbereich bedeuten?

Für den Nachwuchsverein hat das in erster Linie keine Folgen, es macht den Eishockeysport in der Profiliga einfach wieder noch  interessanter. Für den Profi-Club hat das eher Auswirkungen.

Was möchtest du zum Schluss noch loswerden?

Ich möchte mich ganz herzlich für die Zusammenarbeit mit PRIME TIME fitness bedanken! Ich freue mich auf die gemeinsame, intensivere Zusammenarbeit in Zukunft!

Exkurs: Eishockey Ligensystem

Die oberste Liga im Eishockey ist die DEL. Hier wird um den deutschen Eishockeymeister gespielt. Darunter kommt die DEL2, in der unsere Löwen Frankfurt spielen und amtierender Meister sind. Hier ist laut der aktuellen Regelung ein Aufstieg von der DEL2 in die DEL und ein Abstieg andersherum nicht möglich. Darunter folgt die Oberliga, in welche man in der DEL 2 ab-und aufsteigen kann.  Danach folgt die Regionalliga.

Am letzten Freitag, den 19.01., hätte das Schiedsgericht die Auf-/Abstiegsregelungen in der DEL wieder ändern können.
Das wäre äußerst interessant für die Sponsoren und Fans der DEL 2, da hier die Mannschaften die Chance bekämen, aufzusteigen, bzw. natürlich auch für Mannschaften der DEL, da hier der Ligaerhalt wieder spannend werden würde.
Die Löwen GmbH ist auf jeden Fall klar für eine Wiedereinführung des Auf- und Abstiegs.

Der Pressesprecher der Löwen GmbH, Matthias Scholze, sagt, dass es für einen sportlichen Wettbewerb einfach dazu gehört, dass ein Sportverein in der Tabelle von oben nach unten wandern kann.

„Dennoch ist natürlich der Sieg des Meistertitels im letzten Jahr ein absolutes Highlight gewesen! Alleine die Zuschauerzahl in der Finalrunde hat bewiesen, dass es nicht davon abhängig ist, ob man einen Meistertitel oder Aufstieg feiert – die Erfolgsgeschichte an sich ist dennoch gegeben!“

Dass die neuen Verhandlungen gescheitert sind, lag an einer der sechs Bürgschaften, die von einem Verein hätten eingereicht werden müssen. Diese Bürgschaften müssen hieb- und stichfest sein, damit sie vom Schiedsgericht anerkannt werden. Nachdem ein formelle Fehler in den letzten Verhandlungen vorkam, wurde die Aufstiegsregelung von der DEL vorerst nicht wieder eingeführt. Es lag nicht an den Löwen, deren Bürgschaften waren absolut in Ordnung.

Die neuen Verhandlungen um den Auf- und Abstieg stehen dann am 31. März 2018 an.
Matthias Scholze erklärt, dass die Änderung der Regeln – sollte sie Ende März wieder eingeführt werden – erst in der Saison 2019/2020 erfolgt.

„Somit ist unser Ziel für diese Saison, den maximal sportlichen Erfolg zu erzielen! Uns stehen noch vieles spannende Wettkämpfe um die Meisterschaft bevor und wir geben alles dafür, unseren Erfolg zu wiederholen!“ 

[ult_createlink title=”Infos für Eishockeyanfänger” btn_link=”url:http%3A%2F%2Floewen-nachwuchs.de%2Findex.php%2Flaufschuler-aktuelles-2|||” link_hover_style=”Style_10″ border_size=”1″]
Menü
Call Now Button